Kölner Übergriffe: Erster Prozess wegen Sexualdelikts

Nach den Kölner Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht steht zum ersten Mal ein Angeklagter wegen einer Sexualstraftat vor Gericht, berichtet N24 am Freitag.

Der Angeklagte soll zusammen mit etwa zehn anderen Männern in der Vorhalle des Kölner Hauptbahnhofs eine Frau umzingelt und begrapscht sowie ihr das Handy gestohlen haben. Deshalb wird der 26-jährige Algerier nicht nur wegen sexueller Nötigung, sondern auch  wegen Raubes und versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall angeklagt. Der Prozess beginnt am 6. Mai.

Nach Angaben seines Verteidigers bestreitet der 26-Jährige die Vorwürfe.

Demnächst soll sich auch der 23-jährige Bruder des Angeklagten wegen Raubes vor Gericht verantworten, weil er ebenfalls einer Frau das Handy gestohlen haben soll.

In der Silvesternacht hat es in Köln und anderen deutschen Städten massenhafte Übergriffe auf Frauen und Männer durch Flüchtlinge und Migranten gegeben. Augenzeugen zufolge gab es unter den Tätern junge Männer mit nordafrikanischem oder arabischem Erscheinungsbild. Bei der Kölner Polizei sind nach Angaben von AP  schon mehr als 1500 Anzeigen eingegangen,  wobei ein Drittel der Klagen im Zusammenhang mit Sexualstraftaten eingereicht worden war.

Laut N24 wurden  bislang neun Angeklagte zu Haft-, Bewährungs- oder Geldstrafen verurteilt — allerdings wegen Eigentumsdelikten und nicht wegen Sexualstraftaten. Die meisten der bislang rund 150 Beschuldigten stammen nach Angaben eines Sprechers der Kölner Staatsanwaltschaft aus Algerien oder Marokko. Elf mutmaßliche Täter sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Am 28. April wurde im schweizerischen Kreuzlingen ein 19-jähriger Marokkaner festgenommen, der ebenfalls der sexuellen Nötigung und Raubes in der Silvesternacht in Köln verdächtigt wird und nach dem mit europäischem Haftbefehl gefahndet wurde.

Zuvor war in Düsseldorf auch ein Prozess wegen sexueller Belästigung eingeleitet worden, in dem ein 33-jähriger Marokkaner angeklagt wurde. Das Urteil in diesem Gerichtsverfahren soll im Juni gefällt werden.

Wie der WDR vor kurzem mitteilte,  wurde in Bielefeld das einzige dort eingeleitete Verfahren wegen sexueller Nötigung  vorläufig eingestellt, weil der Aufenthaltsort des mutmaßlichen Täters nicht ermittelt werden konnte.

http://de.sputniknews.com/panorama/20160506/309675840/koelner-uebergriffe-erster-prozess-wegen-sexualdelikts.html

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